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Post by TWA/VIE » 4. Apr 2007, 13:08

Wer glaubt dass Tickerts nicht mehr als 9.- teurer werden ist naiv - das ist doch Beruhigungstaktik
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Post by LOWA » 7. Apr 2007, 06:56

Mayrhuber fordert Flugsicherung aus einer Hand

KÖLN (dpa) - Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber hat mehr Unterstützung von der Politik zur Verringerung der Kohlendioxid- Emissionen gefordert. «Wir würden 10 bis 12 Prozent des Ausstoßes einsparen, wenn Europa endlich eine Flugsicherung aus einer Hand bekäme», sagte Mayrhuber dem «Kölner Stadt-Anzeiger» (Samstag). Er forderte gleichzeitig, die Drehkreuze Frankfurt und München zügig auszubauen. «Durch überflüssige Warteschleifen verbrauchen wir täglich so viel Kerosin, wie für elf Flüge zwischen Frankfurt und New York benötigt werden.»

Mayrhuber verteidigte die Tarife der Billigfluggesellschaften. Man könne den Menschen nicht vorschreiben, wie und wann sie fliegen dürfen. Einem Zusammengehen der zur Lufthansa-Familie zählenden Billigfluggesellschaft Germanwings mit der Chartergesellschaft Condor als Reaktion auf die Übernahme der LTU durch Air Berlin erteilte der Lufthansa-Vorstandschef eine Absage. «Ich halte da nichts von. Die Unterschiede der beiden Systeme sind zu groß. Germanwings ist erfolgreich, weil sie konsequent den Weg eines Billigfluganbieters verfolgt und gleichzeitig die Vorteile eines Großkonzerns nutzen kann.»

An einer Beteiligung an den beiden defizitären Fluggesellschaften Iberia und Alitalia sei die Lufthansa durchaus interessiert. «Sicher wären das ideale Partner. Aber wir dürfen uns keine Mühlsteine an den Hals hängen. Eine falsche Akquisition kann langfristig sehr teuer werden. Die Bedingungen müssen stimmen», sagte Mayrhuber.
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Post by LOWA » 18. May 2007, 07:49

EU-Tourismusminister gegen CO2-Abgabe auf Flugtickets
Utl.: Senkung des Schadstoffausstoßes auf andere Art erreichen - Ressortchefs trafen sich in Potsdam


Potsdam (AP) - Die europäischen Tourismusminister haben sich mehrheitlich gegen eine CO2-Abgabe auf Flugtickets ausgesprochen. Nur Frankreich habe auf einer EU-Konferenz der zuständigen Fachminister in Potsdam die Einführung einer solchen Gebühr unterstützt, sagte der deutsche Tourismusbeauftragte, Ernst Hinsken, nach dem Treffen am Mittwoch. Es sei aber das Ziel begrüßt worden, den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid in der EU bis 2020 um zwanzig Prozent zu senken.


Hinsken erklärte, die größten Emissionsanteile im Reisesektor wiesen Auto- und Flugverkehr aus. Einsparungen könnten mit einer Verjüngung der gesamten Autoflotte erreicht werden. Im Luftverkehr könnten Warteschleifen verkürzt und Ziele direkter angeflogen werden. Generell seien überzogene Steuern und Gebühren zu vermeiden, warnte der Beauftragte.


Die EU-Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva wies darauf hin, dass der Tourismus europaweit zu den am stärksten wachsenden Branchen gehöre. Deshalb wolle ihre Verwaltung daran arbeiten, Europa stärker als Marke im Reisemarkt zu profilieren. Nach Einschätzung von Experten sollen sich die Reiseankünfte von derzeit 858 Millionen weltweit bis 2017 auf zwei Milliarden erhöhen.

Hinsken erinnerte daran, dass die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 der deutschen Branche ein Wachstum von zehn Prozent und mit 53 Millionen Übernachtungen von Ausländern so viele wie nie zuvor bescherte. Von den im vergangenen Jahr entstandenen 50.000 befristeten Jobs seien mittlerweile 20.000 in feste Stellen verwandelt werden. Prognosen gingen außerdem davon aus, dass in den kommenden zehn Jahren in Deutschland 250.000 Arbeitsplätze im Tourismus entstehen könnten, sagte er.

Die EU-Tourismusminister trafen sich anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft in Potsdam.

(Schluss) mer
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Post by LOWA » 27. Jun 2007, 10:14

Sarkozy für CO2-Quoten im Luftverkehr

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat sich für die Einführung von CO2-Quoten im Luftverkehr ausgesprochen. Einzig im Flugverkehr würden noch fossile Brennstoffe steuerfrei eingesetzt, sagte Sarkozy bei der Einweihung eines Terminals für den Airbus A380 auf dem Pariser Flughafen Roissy-Charles-de-Gaulle.

"Wir dürfen aber seine Wirkung auf die Umwelt nicht vernachlässigen." Kohlendioxid-Quoten würden den Einsatz umweltfreundlicher Techniken im Flugverkehr fördern. Air-France < http://www.airfrance.de >-Chef Jean-Cyril Spinetta erklärte, der Einsatz leichter Verbundwerkstoffe und neuer Triebwerke verringere bei neuen Flugzeugen den Kerosinverbrauch. Längerfristig sehe "ein europäisches Projekt Flugzeuge vor, die 50 Prozent weniger" Treibstoff benötigten. Auch Airbus < http://www.airbus.com > fordert umweltpolitische Maßnahmen, um die Erneuerung der Flugzeugflotten zu beschleunigen.

Der Flugverkehr ist für zwei bis drei Prozent des CO2-Ausstoßes weltweit verantwortlich. Doch der Anteil an der Erderwärmung ist größer, weil das Treibhausgas in großer Höhe abgegeben wird. Bis 2012 könnte der Ausstoß um 150 Prozent steigen. Die EU will gemäß dem Kyoto-Protokoll den CO2-Ausstoß bis 2012 um acht Prozent im Vergleich zu 1990 drücken. Dazu wurden für energieintensive Industrien CO2- Quoten eingeführt. Bei Überschreitung müssen sie Quoten zukaufen. Die EU-Kommission will die Fluggesellschaften ab 2011 zur Begrenzung des CO2-Ausstoßes verpflichten.


Quelle: "APA-JOURNAL Touristik" vom 26.06.2007
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Post by LOWA » 6. Sep 2007, 12:00

6.9.2007 / 132

AUSTRIAN LEHNT EINFÜHRUNG EINER FLUGTICKET ABGABE AB
Luftverkehr trägt Infrastrukturkosten im Gegensatz zu anderen Verkehrsträgern selbst


Mag. Alfred Ötsch, Austrian Vorstandvorsitzender zur aktuellen Diskussion: „Es kann nicht Ziel sein, das Thema Entwicklungshilfe bloß als Vorwand dafür zu verwenden, eine durch Infrastrukturkosten ohnehin schon weit überdurchschnittlich belastete Branche noch mit einer zusätzlichen Steuer zu versehen. Ebenso ist die Einführung einer Flugticketabgabe, um „Löcher im Entwicklungshilfe-Budget zu stopfen“, wie gestern von Caritas und Franz Fischler, nunmehr Präsident des Ökosozialen Forums Österreich (OFS) gefordert, nicht durchdacht. Populistische Aussagen und Forderungen dieser Art sind strikt abzulehnen, da sie das Geschäftsmodell der Austrian Airlines und damit den Wirtschaftsstandort Österreich gefährden. Natürlich ist Entwicklungshilfe wichtig, aber es kann dies nicht Aufgabe eines einzelnen Industriezweiges sein. Mit derselben Argumentation könnte man für jedes beliebige Industrieprodukt genau dieselbe Forderung stellen.“

Mobilität ist heute ein wesentlicher Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Wirtschaftsstandorten. Im internationalen Standortwettbewerb ist die Wachstumsbranche Luftverkehr heute ein unverzichtbares Qualitätskriterium einer Industrie- und Tourismusnation. Gerade Österreich als Tourismusland ist zu einem großen Teil auf den Luftverkehr als Transportmittel angewiesen: allein 3 Mio. Gäste jährlich reisen mit Austrian an und generieren rd. 1 Mrd. € touristische Wertschöpfung.


Kerosinsteuer
Kerosin für internationale Flüge unterliegt seit dem „Chicagoer Abkommen“ (1944) weltweit keiner Besteuerung. Eine Änderung auf internationaler Ebene scheint aus heutiger Sicht kaum realistisch und wird wohl an den USA und den Wachstumsmärkten in Asien scheitern.

Der Vergleich der Luftfahrt-Industrie mit anderen Verkehrsträgern (KFZ, Bahn) geht schon grundsätzlich fehl, weil es im Luftverkehr im Gegensatz zum öffentlichen Straßen- und Schienenbau keine staatliche Infrastruktur-Finanzierung gibt: die Kosten der in Anspruch genommenen Einrichtungen und betriebsnotwendigen Dienstleistungen wie Flughäfen oder auch Flugsicherung, werden von den Luftverkehrsgesellschaften ausschließlich selbst (über Gebühren) getragen.

Eine Besteuerung hätte für den österreichischen Luftverkehrsmarkt schwerwiegende Folgen, da – in der ohnehin angespannten Situation der Branche - die Fluggesellschaften weder zusätzliche externe Kosten tragen können, noch das europäische Wettbewerbsumfeld eine Weitergabe an die Kunden zulässt. Dies würde in weiterer Folge zu einer massiven Gefährdung des Standortes führen und Arbeitsplätze in allen betroffenen Bereichen betreffen.



Rückfragehinweis / For further information: Konzernkommunikation / Corporate Communications -
AUSTRIAN AIRLINES GROUP : Livia DANDREA-BÖHM / Patricia STRAMPFER Tel: +43 (0) 51766 11231 / Fax: +43 (0) 1 688 65 26, mailto:livia.dandrea@austrian.com / mailto:patricia.strampfer@austrian.com, http://www.austrian.com

Eigentümer, Herausgeber, Vervielfältiger: Austrian Airlines AG, Bereich Konzernkommunikation / Corporate Communications Division of the Austrian Airlines Group, Office Park 2 A-1300 Vienna-Airport, P.O.Box 100, Tel: +43 (0) 51766, mailto:public.relations@austrian.com
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Post by TWA/VIE » 6. Sep 2007, 14:12

Ich denke dass es bereits mehr als genug Abgaben gibt die das Fliegen erheblich verteuern :dg: :ktz:
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Post by LOWA » 11. Sep 2007, 14:55

Airlines in EU sollen erst ab 2012 für CO2 zur Kasse gebeten werden
Utl.: EP-Verkehrsausschuss will Start des um den Flugverkehr erweiterten Emissionshandelssystems auf 2012 verschieben


Wien/Brüssel (APA) - Der europäische Flugverkehr hat möglicherweise Aussicht auf eine "Galgenfrist" beim CO2-Handel: Der Verkehrsausschuss im EU-Parlament hat sich heute, Dienstag, in einer Vorentscheidung für einen späteren Start des EU-Emissionshandels inklusive Airlines ausgesprochen. Erst 2012 sollen diese zur Kasse gebeten werden. Die EU könne das Problem des globalen Klimawandels nicht allein lösen, heißt es in der Begründung. Ein späterer Beginn des EU-Systems gebe "auch Staaten wie den USA oder Australien genügend Zeit, ein eigenes System zu schaffen".

Der Vorschlag des Verkehrsausschusses im Europäischen Parlament weicht in drei Kernbereichen vom Entwurf der EU-Kommission ab. Einer davon sei der verschobene Start für die Einbeziehung von Airlines, so Reinhard Rack, Verkehrssprecher der ÖVP-Delegation in Brüssel, in einer heutigen Aussendung.


Als weitere Änderung sollen nun CO2-Werte aus dem Zeitraum 2007 bis 2009 als Basis für den Handel mit CO2-Emissionen gelten. "Ein früherer Berechnungszeitraum hätte auf Grund der unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung zwischen alten und neuen EU-Ländern zu einer Schieflage führen können", wird argumentiert.

Zudem hätten die Ausschussmitglieder als dritte Änderung dem Plenum vorgeschlagen, nur 20 Prozent der verfügbaren Emissionszertifikate zu versteigern. Die restlichen 80 Prozent sollen kostenfrei zugeteilt werden.


Grundsätzlich gibt es das Bekenntnis der EU-Verkehrsminister, den Luftverkehr in eine Nachfolgeregelung des 2012 auslaufenden Klimaschutzabkommens von Kyoto einzubeziehen. Die EU hat aber bereits im Juni klar gemacht, dass sie keine Wettbewerbsverzerrungen gegenüber außereuropäischen Konkurrenzenten zulassen wird, wenn der Luftverkehr in den Emissionshandel integriert werden soll. Das bedeutet, dass alle Flüge nach und aus Europa in ein solches System einbezogen werden müssen.


(Schluss) ans/wyl
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Post by LOWA » 17. Dec 2007, 10:04

Faymann: Kerosinsteuer einführen, weil der Flugverkehr rasant steigt

Werner Faymann

Nach dem Fall der Schengen-Grenze Schiene und Straße ausbauen

Wien. - Der Flugverkehr nimmt jährlich um gute zehn Prozent zu - und damit auch die Schadstoffbelastung. "Als einzig wirksames Mittel dagegen könnte man eine Kerosin-Steuer einsetzen", erklärte Infrastrukturminister Werner Faymann. Im EU-Verkehrsrat hat sich seiner Forderung bisher niemand angeschlossen.

"Die Kerosinsteuer würde der Kostenwahrheit dienen", gab Werner Faymann zu bedenken. "Natürlich kann sie die EU nur gemeinsam mit den USA usw. einführen." Verärgern Sie damit nicht alle Flugtouristen, Herr Minister? VON DIETER KINDERMANN

"Nicht unbedingt, wenn sie wissen, dass der Flugverkehr jährlich um zehn Prozent steigt - und damit auch die CO2-Belastung. Tatsächlich ist nicht einzusehen, warum Kerosin nicht besteuert wird. Der Straßenverkehr sehr wohl - die Autofahrer werden ordentlich zur Kasse gebeten."

In wenigen Tagen fallen die Schengen-Grenzen - auch zu unseren Nachbarländern Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien. Schon vor 18 Jahren ist der Eiserne Vorhang gefallen, aber die Infrastruktur (Bahn und Straße) wurden zu diesen Nachbarländern nicht gerade rasant ausgebaut. Es besteht viel Nachholbedarf, wie Werner Faymann sagt.

Die Autobahnspange Kittsee ist schon vor zwei, drei Wochen in Betrieb genommen worden. Die Autobahnverbindungen zur Slowakei und nach Tschechien werden jetzt vorgezogen. Die Zeiten haben sich geändert. Heute werden in der Slowakei Autos produziert und im Marchfeld Spargel gekauft.


Quelle:"Kronen Zeitung" vom 17.12.2007
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Post by TWA/VIE » 17. Dec 2007, 12:42

Im EU-Verkehrsrat hat sich seiner Forderung bisher niemand angeschlossen.


das ist gut, sehr gut
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Post by K.S. » 25. Dec 2007, 14:32

:oops: Sorry, aber ich lese aus den meisten Beiträgen hier eine Affinität zum Fliegen. Andererseits hat mich in den wenigen Tagen die ich nun dabei das Niveau beeindruckt. Daher will ich hier mal einhaken:

Umwelt:
Es ist wohl unbestritten daß die Verbrennung fossiler Treibstoffe ohne Rückstände nicht möglich ist. Ebenso kann man Eisen nicht ohne Emissionen erzezugen usw.
Um hier ein Regulativ zu schaffen, also die Witschaft auch über Ihre Emssionen zu lenken, gabs Kyoto - und warum sollte man hier den Flugverkehr ausnehmen?

Steuer:
Man nenne mir bitte einen Bereich der nicht besteuert wird bzw. liste mal auf wie viele Bereiche Zusatzbesteuert bzw. Beabgabt :) sind - schon aus Gründen der Vergleichbarkeit wäre also eine Besteuerung sinnvoll. Natürlich geht dies nur International - OK, aber wenn die Amis sagen es darf jetzt keine Papierl mitgenommen werden dann gilt ja das auch international!?

Ich denke jeder Bereich sollte hinterfragt werden -
beim Auto die Kurzstrecke, der Partikelfilter, ...
beim Hausbau die Isolation, die Art der Heizung, ...
beim Flugverkehr die Kurzstrecke, die Abwicklung, ...
Jedenfalls ist für mich was faul wenn aus Kostengründen das Gemüse aus Spanien mit dem Flugzeug kommt - Einsenbahn wär mir lieber.
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Post by TWA/VIE » 25. Dec 2007, 18:18

wer soll das bezahlen?
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Post by LOWA » 25. Dec 2007, 18:33

@K.S.

Du stellst durchaus interessante Überlegungen an. Gewisse Vorgänge innerhalb der EU sind einfach schwachsinnig und für die Umwelt sehr belastend, zB Schlachtviehtransporte quer durch Europa, obwohl das Vieh im Zielland des Transportes ohnedies verfügbar wäre, etc ...

Andererseits muss man natürlich die Kosten- / Nutzenrechnung anstellen, die TWA/VIE anspricht. Und persönlich wehre ich mich dagegen, dass immer mehr Bereiche des Lebens reguliert und kontrolliert werden und nahezu jede persönliche Freiheit auf der Strecke bleibt.

Wie überall im Leben, es gilt auch hier, den goldenen Mittelweg zu finden.
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Post by K.S. » 27. Dec 2007, 13:55

@ TWA/VIE - bezahlen wirds immer der Endverbraucher – aber:
Erdäpfel waschen ist in Italien billiger – also wird gefahren. An der Supermarktkasse freuts den Konsumenten, steht er am Brenner im LKW Stau freuts ihn nimmer. Hat Oberitalien oder auch Spanisches Billiggemüse Wasserknappheit interessiert das den Konsumenten erst wenn Österreichisches Wasser zur Diskussion steht oder die EU Fördermittel freigibt.
Anderes Beispiel - besseres fällt mir im Moment nicht ein:
Die Erhöhung der Mineralölsteuer und Straßenmauten haben Spanisches Gemüse teurer gemacht. Führt man diesen Weg bei gleichzeitg unveränderter Besteuerung des Flugwesens weiter, so muß aus Kostengründen auf Flugtransport umgestellt werden. Ökologisch doch wohl nicht zu vertreten – oder?

@LOWA
Damit kommt die Frage was darf Ökologie kosten - ich unterstelle das spätestens bei Mangel an sauberem Trinkwasser die Kosten egal sind!

Ökoloisch ausgerichtete Besteuerung oder Zertifikatehandel nach Kyoto wurden als mögliche Regulative erkannt. Am Bsp. Tiertransporte sieht man jedenfalls was passiert wenn das nahezu einzige Regulativ Kosten sind. Die Faktoren der Wirtschaftlichkeit bedürfen daher unbedingt des Ausgleiches durch sinnvolle ergänzende Regelungen welche Steuern oder Auflagen sein können. Dies vermisse ich beim Flugverkehr.
nur einige wenige Ergebnisse daraus:
Es wird über dichtest besiedelte Gebiete gestartet und gelandet weils nichts kostet.
Kerosin enthält Schwefel (alle anderen Treibstoffe sind Schwefelfrei und der Konsument u.a. Autofahrer wurde gar nicht gefragt)
Ist der Flugverkehr von jeglichen Abgaben befreit (Tickets, Grundsteuer, Mineralölsteuer usw.)

Den Umfang der Preisänderung bei Einbeziehung ALLER Nebenaspekte kann ich nicht abschätzen, jedenfalls wirds beim Fliegen nach oben zeigen. Die pers. Freiheit ist aber auch nicht am Preis des London tickets festzumachen - Kostenwahrheit wär halt sinnvoll.
Ein anderer Ansatz ist die Frage warum die Spanier meines Beispiels mit billigen Marokkaner arbeiten oder wie wichtig überhaupt Waren aus Billiglohnländern sind – zu dieser Frage darf von der Geiz ist Geil Gesellschaft aber nur dann eine Antwort erwartet werden wenn der pers. Arbeitsplatz betroffen ist. :twisted:
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Post by TWA/VIE » 27. Dec 2007, 14:12

bezahlen wirds immer der Endverbraucher


ich frage mich womit...??
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