A 350 / B 787

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Post by LOWA » 14. Jul 2006, 19:29

Airbus plant drei Versionen des überarbeiteten A350

München (APA/Reuters) - Der Flugzeughersteller Airbus setzt Industriekreisen zufolge bei der Überarbeitung des geplanten Langstreckenjets A350 auf drei verschiedene Varianten, um dem Rivalen Boeing besser Paroli zu bieten.

Die drei Varianten verschiedener Größen sollten Airbus in die Lage versetzen, sowohl mit dem stark nachgefragten geplanten Boeing-Modell 787 "Dreamliner" als auch mit dem größeren Modell 777 zu konkurrieren, hieß es am Freitag in den Kreisen. "Sie steuern definitiv darauf zu, drei Varianten zu bringen. Damit wollen sie es gleichzeitig mit der 787 und der 777 aufnehmen", sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Airbus lehnte eine Stellungnahme ab und verwies darauf, dass der neue Firmenchef Christian Streiff auf der am Montag beginnenden Luftfahrtmesse im britischen Farnborough den Stand der Überlegungen für den A350 bekannt geben werde.

Die ursprünglich für die Einführung im Jahr 2010 gedachte zweistrahlige A350 sollte mit der Boeing 787 konkurrieren, die aber zwei Jahre früher auf den Markt kommt und wesentlich mehr Kunden locken konnte. Nach Kritik aus der Luftfahrtbranche, wonach das Airbus-Konzept für den A350 zu wenig Innovationen bringt, hatte sich Airbus zu einer Überarbeitung des Vorhabens entschlossen.

In den Kreisen hieß es, Airbus arbeite noch an den Details für die geplanten Langstreckenjets. Das Unternehmen berücksichtige dabei aber die Notwendigkeit, den Flugzeugrumpf zu vergrößern und in der Modellfamilie auch eine dritte, größere Variante anzubieten. Für einen offiziellen Startschuss für die Modellreihe in Farnborough sei es aber noch zu früh, zumal der neue Airbus-Chef Streiff nicht einmal einen Monat im Amt sei.

Von dem A350 waren ursprünglich zwei Varianten geplant. In den Kreisen hieß es, die nun geplanten Modelle dürften voraussichtlich die Bezeichnung A350-800, A350-900 und A350-1000 tragen. Es sei aber auch noch möglich, dass die Flugzeugfamilie A370 genannt werde. Die Maschinen dürften zwischen 250 und 400 Sitzen haben und für unterschiedliche Streckenlängen ausgelegt sein. Die ersten Auslieferungen dürften sich durch die umgearbeiteten Pläne um zwei Jahre auf 2012 verzögern.

Airbus und sein Mutterkonzern EADS waren zuletzt durch mehrere Probleme in die Krise geraten: Neben dem Misserfolg des ursprünglichen A350-Konzepts hatte Airbus eine erneute Lieferverzögerung für den doppelstöckigen Superjumbo A380 ankündigen müssen - mit enormen wirtschaftlichen Folgen: Der operative Gewinn des Mutterkonzerns EADS wird durch die Verzögerungen beim A380 wegen Problemen mit der Elektronik bis 2010 um zwei Mrd. Euro belastet. Eine Folge der Krise war der Austausch von einem der beiden EADS-Vorstandschefs, Noel Forgeard, und die Ernennung Streiffs zum neuen Chef von Airbus. In der ersten Jahreshälfte 2006 hatte Boeing vier Mal so viele neue Aufträge bekommen wie sein europäischer Konkurrent.

Analysten schätzen, dass die Entwicklung der neuen A350-Familie etwa zehn Mrd. Dollar kosten word. Für das ursprünglich geplante Modell hatte Airbus die Kosten auf fünf Mrd. Dollar (vier Mrd. Euro) geschätzt. (Schluss) stf/ul

WEB http://www.airbus.com

APA0569 2006-07-14/16:24
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Post by N5528P » 17. Jul 2006, 09:35

Der ORF wrote:Boeing räumt Probleme mit dem "Dreamliner" ein
Der US-Flugzeughersteller Boeing hat Probleme beim Bau des neuen 787 "Dreamliner" eingeräumt. Die Maschine sei zu schwer, auch mit einigen Zulieferern gebe es Probleme, erklärte der für den Bereich Zivilluftfahrt zuständige Firmenchef Alan Mulallay am Vorabend der Luftfahrtschau in Farnborough. Nähere Einzelheiten wollte er nicht nennen. Mulallay betonte aber, der Bau des Flugzeugs liege im Zeitplan.

Auch Airbus mit Problemen
Auch der europäische Konkurrent Airbus hat Probleme bei der Fertigung der Super-Airbus A380, weshalb sich die Auslieferung der ersten Maschinen verzögert. Die Entwicklungskosten haben sich fast verdoppelt, wie am Wochenende bekannt wurde.

Der Kovorstandschef des deutsch-französischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS, Thomas Enders, bestätigte am Samstag, dass Airbus die Überarbeitung des A380 auf der Luftfahrtschau in Farnborough vorstellen werde. Für die Boeing 787 liegen nach Firmenangaben 360 feste Bestellungen vor, für den A380 rund hundert.
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Post by N5528P » 23. Jul 2006, 09:59

17. Juli 2006
Neuer Airbus A350 XWB
Die Mogelpackung


A350 XWB - der Name des jüngsten Sprosses aus dem Hause Airbus klingt so, als sei der Ladenhüter A350 einfach ein bisschen verbessert worden. Tatsächlich musste Airbus ein ganz neues Flugzeug entwickeln, das auch einen neuen Namen verdient hätte.

Farnborough - Das Wort "Nachbesserung" ist in diesem Fall gelinde gesagt eine Untertreibung. Mit etlichen technischen Neuerungen wollte Airbus auf die zuletzt öffentlich geäußerte Kritik der Kunden reagieren, um dem A350 endlich zum Durchbruch auf dem Markt zu verhelfen. Doch von einer Modellpflege, wie es die Typenbezeichnung suggeriert, kann im Falle A350 nicht die Rede sein. Der Typ A350 XWB, den Airbus heute auf der Luftfahrtschau in Farnborough präsentierte ist - folgt man den technischen Eckdaten - ein völlig neues Flugzeug.


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Airbus-Chef Streiff: "Design ohne Kompromisse"

Wahrscheinlich wollten sich die Europäer die Schmach ersparen, öffentlich die Pläne für einen neuen Jet zu zerreißen, noch bevor die erste Maschine überhaupt eine Montagehalle verlassen hat. Das A350 im Namen des neuen Langstreckenjets wird, so hoffen die Marketingexperten wohl, den Flop mit der ersten Version vergessen machen.

Der Zusatz XWB, der für Extra-Wide-Body steht, lässt bereits die wichtigste Veränderung erkennen: Der Flugzeugrumpf wird deutlich größer ausfallen als der des Ursprungsentwurfs, der lediglich eine Weiterentwicklung des alten A330 darstellte. Dem geänderten Rumpfdesign werden auch die Tragflächen angepasst. Kabelsystem und das Cockpit werden vom A380 übernommen. Neue Triebwerke sollen nicht nur mehr Leistung versprechen, sondern darüber hinaus noch mehr Sparsamkeit. Airbus will zudem nun drei statt zwei verschiedene Varianten des A350 auf den Markt bringen.

"Das ist ein komplett neues Design, ohne Kompromisse und unter Nutzung der modernsten Technik", sagte denn auch der neue Airbus-Chef Christian Streiff heute auf der International Air Show im britischen Farnborough. In drei Monaten werde man den Kunden detaillierte Pläne des neuen Flugzeugs präsentieren können. Dann werde die Vermarktung beginnen.

Zahlreiche Kunden forderten Nachbesserungen
Mit einer Überarbeitung des ursprünglichen A350-Modells hatten Branchenkenner schon seit längerer Zeit gerechnet, nachdem sich zahlreiche potentielle Kunden über die Ursprungsversion beschwert hatten und entsprechende Nachbesserungen am Design gefordert hatten.

EADS-Co-Vorstandsvorsitzender Tom Enders hatte am Wochenende angekündigt, dass die Kosten für die Entwicklung der neuen Maschine möglicherweise bei umgerechnet knapp acht Milliarden Euro liegen könnten. Ursprünglich war Airbus umgerechnet von 4,5 Milliarden Euro ausgegangen.

Der A350 soll im Segment der Langstreckenflugzeuge mit 200 bis 300 Sitzen gegen den ebenfalls neuen Dreamliner und die größere B777 des amerikanischen Konkurrenten Boeing antreten. Während Airbus für den A350 bislang rund 100 Bestellungen erhalten hat, kommt Boeing mit der bereits seit längerer Zeit vermarkteten B787 bislang auf 360 Bestellungen.

Der A350 XWB soll nun ab Mitte 2012 auf den Markt kommen und damit zwei Jahre später als ursprünglich geplant. Ausgeliefert werde das Langstreckenflugzeug erstmals 2014.

Für den überarbeiteten A350 will Airbus entgegen bisheriger Pläne doch Subventionen in Anspruch nehmen. Airbus bemühe sich um staatliche Unterstützung und Beihilfen, kündigte Verkaufschef John Leary heute auf der Luftfahrtschau an. Vor dem Hintergrund des Beihilfestreits zwischen den USA und Europa hatte Airbus für die erste Version des A350 zwar Beihilfen beantragt, aber erklärt, diese nicht beanspruchen zu wollen. Nach dem Scheitern der ersten Version betragen die Entwicklungskosten nach Airbus-Angaben rund zehn Milliarden US-Dollar.

Was den Großraumflieger A380 angeht - da ist Airbus "vorsichtig optimistisch", neue Aufträge für den A380 bekanntgeben zu können, sagte Verkaufschef John Leahy heute. Airbus war in erster Linie wegen der Lieferverzögerungen bei dem gut 300 Millionen Dollar teuren Flugzeug jüngst in eine Krise geraten.

Auch Boeing hat Probleme
Doch nicht allein Airbus hat mit Entwicklungsproblemen zu kämpfen. Auch der US-Erzrivale Boeing musste heute morgen Probleme mit seinem allerneuesten Jet einräumen: Der Chef der Boeing-Verkehrsflugzeugsparte, Alan Mulally, berichtete von Gewichtsproblemen bei der B787 Dreamliner und Verzögerungen bei Lieferanten. Die ersten Auslieferungen des als besonders spritsparend geltenden Flugzeugs sollten aber wie geplant 2008 erfolgen. "Für eine neue Maschine läuft die Fertigung gut", sagte Mulally.

Mit der neuen Boeing 787 "Dreamliner" reagiert der US-amerikanische Hersteller auf steigende Ölpreise und wachsenden Kostendruck bei den Fluggesellschaften. Hervorgegangen aus dem Entwurf eines "Super Efficient Airplane" steht die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund, aber auch auf Umweltfreundlichkeit wird Wert gelegt.

Der Kerosinverbrauch soll durch neuentwickelte Triebwerke, geringeres Gewicht und eine verbesserte Aerodynamik rund 20 Prozent niedriger sein als bei vergleichbaren jetzigen Modellen. Angestrebt wird ein Verbrauch von 2,4 Liter je 100 Kilometer und Passagier. Die Maschine soll zudem bis zu 60 Prozent weniger Lärm verursachen.

Der Rumpf des neuen Jets soll größtenteils in Leichtbauweise aus modernen Verbundwerkstoffen gefertigt werden. Bisher dominieren Aluminiumkonstruktionen den Flugzeugbau.

Boeing plant drei Versionen der 787: Für die Langstrecke bis zu 16.000 Kilometer das Basismodell 787-8 mit Platz für 210 bis 250 Reisende sowie die 787-9 mit 250 bis 290 Plätzen. Hinzu kommt für die Kurzstrecke die 787-3 mit 290 bis 330 Sitzen. Wie viele Sitzplätze tatsächlich eingebaut werden, entscheiden die Fluggesellschaften. Für 2007 ist der Jungfernflug geplant, im Jahr darauf sollen die ersten Passagierflüge starten.
spiegel.de

17. Juli 2006
Boeing räumt Probleme mit dem Dreamliner ein

In den vergangenen Monaten hatten Probleme beim Bau des A380 den europäischen Flugzeugbauer Airbus in Lieferschwierigkeiten gebracht. Beim Erzkonkurrenten Boeing schien dagegen alles nach Plan zu laufen. Ein Irrtum, wie sich jetzt herausstellt.

London - Es ist der Dreamliner, Boeings neuer Verkaufsschlager, der Probleme verursacht. "Einige Bereiche sind noch nicht so weit, wie wir es gerne hätten", erklärte der Leiter des Bereichs Zivilluftfahrt, Alan Mulallay, am Vorabend der Luftfahrtschau in Farnborough. Die Maschine sei zu schwer, und auch mit einigen Zulieferern gebe es Probleme. Nähere Einzelheiten wollte er nicht nennen. Nach Angaben von Mulallay bleiben die Probleme aber im Rahmen des Normalen beim Bau neuer Flugzeuge. Am Plan eines ersten Testfluges Mitte kommenden Jahres und der Auslieferung ab 2008 ändere sich nichts.

Das Eingeständnis kommt zur Unzeit. Boeing verhandelt derzeit nach eigenen Angaben über Bestellungen von fast 1000 Maschinen seines Hoffnungsträgers. Bislang hätten 30 Kunden Interesse an dem "Dreamliner" gezeigt, hieß es. Die Verhandlungen könnten jetzt möglicherweise schwieriger werden.

Image
Boeing-Modell Dreamliner (Computeranimation): Testflug soll wie geplant Mitte nächsten Jahres stattfinden

Gewichtsprobleme haben auch dem Ruf des Airbus A380 geschadet. Die Schwierigkeiten waren so erheblich, dass sich die Auslieferung der ersten Maschinen verzögert. Wie am Wochenende bekannt wurde, haben sich die Entwicklungskosten fast verdoppelt.

Das gilt auch für den A350, der wegen seiner wenig aufregenden technischen Neuerungen von einigen Airbus-Kunden offen kritisiert worden war. Airbus hatte daraufhin ein verstärktes Engagement bei der Entwicklung des direkten 787-Konkurrenten angekündigt. Die überarbeiteten Versionen des A350 sollen heute bei der Luftfahrtschau in Farnborough ebenso präsentiert werden wie der A380.

Für die Boeing 787 Dreamliner liegen nach Firmenangaben 360 feste Bestellungen vor, für den A380 rund hundert. Vom Modell 747 will die arabische Fluggesellschaft Emirates Branchenkreisen zufolge zehn Stück bestellen. Die Fluglinie aus Dubai sei an der neuesten Frachtversion der Jumbo-Baureihe, 747-8, interessiert, sagten Branchenvertreter. Ein Geschäftsabschluss könnte in Farnborough bekannt gegeben werden. Die zehn Maschinen hätten einen Listenpreis von insgesamt 2,8 Milliarden Dollar. Vertreter des US-Flugzeugbauers und von Emirates Airlines wollten sich zu den Angaben nicht äußern.
[url=URL: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,427032,00.html]spiegel.de[/url]
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Post by N5528P » 23. Jul 2006, 17:30

Hier eine nette Animation des A350 (wenn auch technisch nicht sehr detailliert). Der Test ist leider auf Spanisch, aber die Bilder sprechen für sich.

Bernhard
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Post by Boeing737 » 23. Jul 2006, 21:11

@ Bernhard
Na bumm schaut aber eher wie a 767 aus :D

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Post by N5528P » 23. Jul 2006, 21:14

Boeing737 wrote:Na bumm schaut aber eher wie a 767 aus :D


Schon, aber in den Dimensionen einer T7 - schau einmal auf die Wingspan.

Bernhard
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Post by Boeing737 » 23. Jul 2006, 21:17

ja ich weiss aber der "blade" Rumpf gleicht einer 767.....auf den bin ich schon gspannt !!!!

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Post by LOWA » 13. Sep 2006, 12:43

Aeroflot prüft Aufstockung von Flugzeugbestellung

Moskau (APA/Reuters) - Die russische Aeroflot wird möglicherweise eine Flugzeugbestellung im Wert von 3 Mrd. Dollar (2,36 Mrd. Euro) verdoppeln. Bisher plant die Fluggesellschaft, 22 Langstrecken-Maschinen zu kaufen. Doch Aeroflot-Chef Lew Koschljakow kündigte am Mittwoch an, das Unternehmen brauche ohne Zweifel mehr Flugzeuge als die angedachten 22. Möglicherweise würden doppelt so viele bestellt.

Am Donnerstag soll sich das Aeroflot-Direktorium treffen, um über Angebote des US-Flugzeugbauers Boeing sowie von Airbus beraten. Es geht um das Boeing-Modell 787 Dreamliner und den Airbus A350 XWB. Koschljakow sagte, Aeroflot habe noch nicht darüber entschieden, ob der Auftrag vollständig an ein Unternehmen gehen werde oder ob beide Flugzeugbauer einen Teil erhielten. Es sei unwahrscheinlich, dass das Direktorium am Donnerstag bei der Sitzung bereits eine abschließende Entscheidung zu der Bestellung treffen werde. Eine Aufstockung der Bestellung sei zudem nicht auf der Tagesordnung. (Schluss) ivn
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Post by LOWA » 20. Sep 2006, 12:43

Aeroflot-Aktionär reserviert Boeing-Jets Spannungen zwischen Management und Regierung

MOSKAU. Alexander Lebedev, ein Großaktionär der russischen Fluggesellschaft Aeroflot, hat eigenen Angaben zu Folge eine Vereinbarung über eine Kaufoption für 22 Langstreckenflugzeuge von Boeing unterschrieben. Damit ist allerdings noch keine Entscheidung über die Anschaffung gefallen - Lebedev will lediglich das Angebot von Boeing sichern, um zu verhindern, dass die Maschinen an andere Kunden verkauft werden.

Die endgültige Entscheidung von Aeroflot über die Kauf neuer Flugzeuge - im Gespräch sind auch Maschinen von Airbus - steht immer noch aus. Lebedev hält mit seiner National Reserve Corporation (NRC) ein Drittel an Aeroflot und lässt sich die Reservierung bei Boeing 40 Mill. Dollar kosten.

Seit über einem Jahr pokern Airbus und Boeing um den Auftrag der größten osteuropäischen Fluggesellschaft. Insgesamt will Aeroflot bis zu 44 Maschinen erwerben. Spekulationen zu Folge könnte der Auftrag zwischen Boeing und Airbus aus politischen Gründen aufgeteilt werden, obwohl dies für Aeroflot weniger wirtschaftlich sein dürfte. Die Gesellschaft hätte dann sowohl die Boeing 787 als auch das Konkurrenzmodell A350 in seiner Flotte.

Der Vorstoß von Lebedev offenbart die Spannungen zwischen dem Aeroflot-Management und dem größten Anteilseigern, dem russischen Staat. Der hatte auf einer Aufsichtsratssitzung am vergangenen Wochenende eine Entscheidung über den Kauf der dringend benötigten Maschinen weiter verzögert - offenbar zum Missfallen des Managements. Angeblich bevorzugt die Konzernführung Boeing.

Für den Kreml ist die Bestellung der Flugzeuge Pokermasse: Mit den USA liegt Russland nicht nur wegen der bisher gescheiterten WTO-Gespräche über Kreuz. Kürzlich hatte Washington auch Sanktionen gegen russische Rüstungsfirmen verhängt - wegen deren Geschäften mit dem Iran.

Bei der Airbus-Mutter EADS strebt die russische Regierung zudem eine größere Beteiligung sowie Mitsprache bei der Unternehmensführung an. Die staatliche Bank Vneshtorg hält inzwischen fünf Prozent an EADS. Der unerwartete Vorstoß stieß auf wenig Gegenliebe bei den europäischen EADS-Anteilseignern. Russland lässt dennoch nicht locker: Kremlchef Wladimir Putin möchte am kommenden Wochenende bei einem Treffen mit Angela Merkel und dem französischen Staatspräsident Jacques Chirac das Thema ansprechen. tom


Quelle Handelsblatt Nr. 182 vom 20.09.06
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Post by LOWA » 17. Nov 2006, 19:14

Airbus plant A350 erneut aufwendig um - Rumpf aus Kohlefasern

Hamburg (APA/dpa) - Der Flugzeugbauer Airbus wird den Langstreckenflieger A350 nach einem Zeitungsbericht erneut aufwendig umplanen. Das Flugzeug soll anders als bisher vorgesehen einen Rumpf aus Kohlefasern erhalten, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (Freitagausgabe) unter Berufung auf Aussagen des Airbus-Verkaufschefs John Leahy. Der Werkstoff biete zahlreiche Vorteile: Er ist leichter und fester als Metall; einzelne Komponenten sind leichter austauschbar.

Der A350 soll gegen Boeings 787 "Dreamliner" antreten. Der ursprüngliche Entwurf des A350 war auf Kritik seitens wichtiger Kunden gestoßen. Airbus und sein Mutterkonzern EADS hatten erst kürzlich erklärt, noch im November über den Bau des Langstreckenfliegers zu entscheiden. (Schluss) eun/wi
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Post by LOWA » 22. Nov 2006, 08:04

EADS-Verwaltungsrat berät am Freitag über A350

Paris (dpa) - Der Verwaltungsrat des Airbus- Mutterkonzerns EADS will nach Informationen aus französischen Branchenkreisen an diesem Freitag über den Bau des Langstreckenflugzeugs A350 beraten. Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS wollte dies am Dienstag nicht offiziell bestätigen.

Das neue A350-XWB-Programm wird Investitionen von neun bis zehn Milliarden Euro erfordern. Nach den Angaben aus Branchenkreisen ist nicht sicher, dass der Verwaltungsrat bereits am Freitag endgültig über den A350 entscheidet. Der A350 soll gegen Boeings 787 Dreamliner antreten.

Airbus-Chef Louis Gallois hatte die Weichenstellung noch für November angekündigt. Die Pariser Wirtschaftszeitung «Les Echos» rechnet «Mitte der nächsten Woche» mit dem Startzeichen für den A350. Offen sei unter anderem noch, wo der A350 gebaut werden solle.
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Post by LOWA » 22. Nov 2006, 11:58

A350 steht vor Startfreigabe Langstreckenflugzeug soll Airbus wieder in die Offensive bringen - Mutterkonzern dringt auf solide Finanzierung

MÜNCHEN/PARIS. Der angeschlagene Flugzeughersteller Airbus steht vor einer entscheidenden Weichenstellung. Noch an diesem Freitag werden die Spitzen der Muttergesellschaft EADS über den Bau des Langstreckenflugzeuges A350 XWB beraten, der Verwaltungsrat soll die Pläne Mitte kommender Woche absegnen. Konzernkreise erwarten, dass der EADS-Board grünes Licht gibt.

Offiziell wollte EADS die Informationen nicht kommentieren. Ein Sprecher verwies aber auf die Aussagen des EADS-Co-Chefs Louis Gallois, der eine Entscheidung für Ende November in Aussicht gestellt hatte. Gallois-Vorgänger Christian Streiff hatte schon Anfang Juli den Bau des Flugzeuges angekündigt, der Mutterkonzern hat diesen aber nach den erneuten Lieferverzögerungen des Riesenairbusses A380 wieder auf Eis gelegt. Dennoch läuft die Entwicklung der Maschine weiter auf Hochtouren. "Heute wissen wir über die A350 XWB viel mehr als noch im Sommer, als das Projekt vorgestellt worden ist. Seitdem ist an dem Flugzeug viel gearbeitet worden", lautet die Einschätzung eines EADS-Insiders.

Die A350 XWB soll Airbus zurück in das Geschäft mit Flugzeugen mit einer Kapazität zwischen 250 und 400 Passagieren bringen. Zwei Entwürfe haben die Europäer schon gemacht und sich dafür 100 feste Bestellungen sichern können. Doch wichtige Kunden wie die Leasinggesellschaft ILFC und Singapore Airlines lehnten alle bisherigen Pläne als unzureichend ab.

Die Anfang Juli präsentierte Airbus-XWB-Version ("extended wide body") soll vorwiegend aus Verbundwerkstoffen gefertigt werden und bis zu 370 Passagieren Platz bieten. Für Airbus ist das Projekt strategisch entscheidend. Zwar dürften die Europäer mit dem Riesenairbus A380 den Markt für Flugzeuge mit bis zu 800 Passagieren demnächst beherrschen, die Stückzahlen sind für solche Riesenflugzeuge jedoch begrenzt. In der Klasse darunter erzielen die Unternehmen im Flugzeugmarkt 40 Prozent des Umsatzes und mehr als die Hälfte der Gewinne. Die Analysten von Lehmann Brothers schätzen das Marktvolumen auf 4 000 Maschinen in den kommenden 20 Jahren, Boeing geht gar von 6 000 aus. Mit seinen jetzigen Produkten fliegt Airbus den Amerikanern hinterher. Die A330 ist zu alt, die viermotorige A340 gilt als Spritfresser und ist praktisch unverkäuflich.

Beim Konkurrenten Boeing sieht das anders aus: Der Rivale hat mit der 777 einen echten Verkaufsschlager im Programm. Die neu entwickelte 787 ("Dreamliner") hat vor dem Erstflug im kommenden Jahr bereits 400 Bestellungen. "Airbus kann es sich nicht leisten, den Markt Boeing zu überlassen" sagt Stefan Halter von der Hypo-Vereinsbank. "Airbus will das Flugzeug bauen, EADS ist besonders daran interessiert, das finanzielle Risiko zu begrenzen", sagt der Analyst.

Über die Finanzierung der A350 XWB wird nun bis auf den letzten Meter gerungen. Konservative Schätzungen innerhalb des Konzerns gehen davon aus, dass der neue Entwurf nicht unter zehn Mrd. Euro zu realisieren ist. Geld, das bislang fehlt, denn die Verzögerungen bei der A380 kosten EADS bis 2010 nicht nur Entwicklungskräfte, sondern auch fast fünf Milliarden Euro. "Die Frage ist doch: Haben wir die finanziellen Ressourcen und die Entwicklungskapazitäten für das Projekt?" heißt es in der deutschen EADS-Zentrale in München. Das Sanierungsprogramm "Power8" soll die Fertigungskosten pro Jahr um zwei Milliarden Euro drücken. Sowohl Konzernchef Louis Gallois als auch sein deutscher Gegenpart Tom Enders sehen den Erfolg des Sparprogramms als Voraussetzung für den Bau der A350. fas/ali


Quelle: Handelsblatt vom 22.11.06
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Post by LOWA » 1. Dec 2006, 09:56

EADS-Anteilseigner einigen sich auf A350-Finanzierung


London (APA/Reuters) - Die Anteilseigner des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS haben sich offenbar auf ein Finanzierungspaket für das Airbus-Projekt A350 im Umfang von zehn Milliarden Euro geeinigt. Es sehe eine durch staatliche Garantien Frankreichs, Deutschlands, Großbritanniens und Spaniens unterstützte externe Finanzierung in Höhe von vier Milliarden Euro vor, berichtete die "Financial Times" am Freitag unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen.

Die verbleibenden sechs Milliarden Euro sollten durch den Airbus-Mutterkonzern EADS aufgebracht werden. Durch das Finanzierungspaket sei der Weg für den Start des neuen Langstreckenflugzeugs geebnet.

Bei EADS war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Das EADS-Führungsgremium will sich Branchenkreisen zufolge im Laufe des Tages in Amsterdam treffen, um über den A350 zu entscheiden. Airbus braucht mit dem A350 dringend ein Erfolgserlebnis. Der erste Entwurf war von Kunden nicht gut aufgenommen worden. Das überarbeitete Modell stellte das Unternehmen im Juli unter dem neuen Namen A350WXB vor.

Mit dem Flieger will Airbus dem erfolgreichen Modell 787 "Dreamliner" des US-Rivalen Boeing Paroli bieten. Zudem kämpfen die Europäer noch mit Lieferschwierigkeiten beim neuen Großraumjet A380. (Schluss) glw
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Post by LOWA » 2. Dec 2006, 10:00

Alle Hoffnungen auf neues Projekt

Airbus will sich weiter im Kampf gegen Konkurrent Boeing fit machen. Der europäische Flugkonzern gab am Freitagabend grünes Licht für das Vorzeigeprojekt Airbus A350. Der mittelgroße Langstreckenflieger soll dem 787 Dreamliner des Erzrivalen Boeing Paroli bieten. Die Kosten sind enorm: Rund zehn Milliarden Euro soll das Prestigeprojekt kosten. Airbus hat einen Erfolg dringen nötig. Der erste Entwurf des A350 floppte im Sommer und bei dem Vorzeigeprojekt A380 gibt es Lieferschwierigkeiten.

EADS hat am Freitag den Bau des Airbus A350 beschlossen. Der Aufsichtsrat des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns einigte sich am Abend auf die Finanzierung des zehn Milliarden Euro teuren Projekts.

Die Mittel will EADS überwiegend selbst aufbringen, hieß es in einer Presseerklärung. Zudem sollten neue Partner mit ins Boot geholt werden. Die Entwicklungskosten sollten über die Jahre 2007 bis 2014 gestreckt werden.

Konkurrenzkampf mit Boeing
"Der A350 XWB wird das modernste Flugzeug und einen Schritt vor seinen Konkurrenten sein", erklärten die beiden EADS-Co-Vorsitzenden Tom Enders und Louis Gallois.

Airbus braucht den A350, um im Konkurrenzkampf mit dem Dreamliner 787 von Boeing bestehen zu können. Der erste A350 XWB mit extrabreitem Rumpf soll 2013 in den Dienst gehen, fünf Jahre nach Boeings Konkurrenzmodell 787.

Erster Entwurf floppte
Zudem braucht Airbus mit dem A350 dringend ein Erfolgserlebnis. Der erste Entwurf war bei den Kunden gefloppt. Das überarbeitete Modell stellte das Unternehmen im Juli mit dem Beinamen XWB ("Extra Wide Body") vor.

Schwierigkeiten mit Prestigeprojekt A380
Derzeit kämpfen die Europäer zudem noch mit Lieferschwierigkeiten bei ihrem Prestigeprojekt A380.

Wegen der hohen finanziellen Belastungen daraus waren Zweifel an der Finanzierbarkeit des A350 XWB aufgekommen.

"Volle Umsetzung" von Power8
Mit der Entscheidung stellte der Verwaltungsrat sich hinter die "volle Umsetzung" des Programms Power8 zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, hieß es.

Power8 sieht Milliardeneinsparungen und einen Umbau der Fertigungsstruktur vor. "Wir haben vor unserer Entscheidung alle verfügbaren Ressourcen gründlich geprüft, um die reibungslose Entwicklung der Flugzeugfamilie vor dem Hintergrund einer äußerst soliden Programmplanung sicherzustellen", erklärte Airbus-Chef Gallois.

Über die Finanzierung hatte es zuvor heftigen Streit gegeben.

Verkauf wieder im Aufwind
Airbus hat im November 127 Flugzeuge verkauft. Damit sei die Gesamtzahl der in diesem Jahr verkauften Maschinen auf 635 Flugzeuge gestiegen, teilte der EADS-Tochterkonzern am Freitag in Paris mit.

Erstmals seit Dezember 2004 wurde auch wieder der absatzschwache A340 verkauft, wie aus den monatlichen Bestelldaten hervorgeht. Kingfisher Airlines aus Indien bestellte fünf Exemplare.

A320 dominiert
Die Verkaufszahlen dominierte jedoch wieder der A320, der allein von Easyjet 52 Mal bestellt wurde. Bis Ende November seien insgesamt 399 Flugzeuge ausgeliefert worden, teilte der Konzern weiter mit.


Quelle: ORF-online / Stand 02.12. 06
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Post by LOWA » 15. Mar 2007, 15:17

Aeroflot kündigt Kauf von 32 neuen Airbus-Maschinen an

Moskau (dpa) - Die größte russische Fluggesellschaft Aeroflot hat nach jahrelangen Verhandlungen den Kauf von mindestens 32 neuen Airbus-Maschinen angekündigt. Der Vertrag über 10 bis 15 Maschinen vom Typ A330 sowie 22 Flugzeuge des geplanten neuen Modells A350 werde "in den kommenden Wochen" unterzeichnet, sagte Aeroflot-Chef Waleri Okulow am Donnerstag in Moskau. Über den Kaufpreis machte Okulow keine Angaben.

Die ersten A330 würden im vierten Quartal 2008 in Russland erwartet. Die Verhandlungen mit Airbus-Konkurrent Boeing über den Bau von Langstrecken-Maschinen des Typs Boeing-787 "Dreamliner" für Russland seien zuletzt festgefahren gewesen, zitierte die Agentur Itar-Tass den Chef des staatlich kontrollierten Unternehmens.

Beobachter hatten seit längerem mit dem Zuschlag für Airbus gerechnet, da Russland eine engere Zusammenarbeit mit dem Airbus-Mutterkonzern EADS zur Modernisierung seiner maroden Flugzeugindustrie anstrebt. Der russische Staat hält über seine Außenhandelsbank VTB einen fünfprozentigen EADS-Anteil. Moskau wünscht ein noch stärkeres Engagement bei EADS, was in Deutschland und Frankreich aber mit Skepsis aufgenommen wird. dpa am xx ma
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