Erster EF f

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Post by LOWA » 6. Nov 2006, 18:52

Es gibt Neuigkeiten zum Thema "Eurofighter Vertragsausstieg" und "benötigter Stückzahl" :

Weitere Kosten nicht ausgeschlossen

1,2 Mrd. Euro - so hoch dürften die Kosten eines Ausstiegs aus dem Eurofighter-Vertrag mindestens sein. Das teilte Verteidigungsminister Platter (ÖVP) am Montag in einer eilig einberufenen Pressekonferenz mit. Platter hatte vor einer Woche der Eurofighter GmbH einen entsprechenden Anfragebrief geschrieben, nachdem der Eurofighter-U-Ausschuss beschlossen worden war. In der Antwort ließ Eurofighter offen, ob auf Österreich beim Vertragsausstieg noch höhere Kosten zukommen würden.

Platter nennt mögliche Kosten
GmbH: Eurofighter-Ausstieg würde mindestens 1,2 Mrd. Euro kosten.Der Ausstieg aus dem Eurofighter-Kaufvertrag würde nach einer Einschätzung der Hersteller zum derzeitigen Punkt mindestens 1,2 Mrd. Euro kosten. Das sagte Verteidigungsminister Günther Platter (ÖVP) bei einer eilig einberufenen Pressekonferenz am Montag.

Darüber hinaus könnten Schadenersatzansprüche der Lieferfirmen drohen, so Platter. Die Zahlen wurden dem Minister von der Eurofighter GmbH zugestellt, nachdem Platter bei der konstituierenden Sitzung des Nationalrates von der SPÖ, den Grünen und der FPÖ aufgefordert worden war, alle Schritte zu einem kostengünstigen Vertragsausstieg zu prüfen.

Platter: Entschließungsantrag gefolgt
Platter erklärte, dass er dem entsprechenden rot-grün-blauen Entschließungsantrag im Parlament gefolgt sei, da dieser mit einer Mehrheit ausgestattet war.

In ihrem Antwortschreiben verweist die Eurofighter GmbH auch darauf, dass die Angaben über allfällige Ausstiegskosten eine grobe Schätzung und mit keinerlei Gewähr verbunden seien; ebenso, dass die Kosten dem jeweiligen Auftragswert entsprechen können, man aber momentan von mindestens 1,2 Mrd. Euro ausgehe.

Auswirkung auf Gegengeschäfte?
Außerdem müssten die Auswirkungen auf die Gegengeschäfte geprüft und ein etwaiger Vertragsausstieg von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer geprüft werden. Platter verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass in die Herstellung der rund zwei Mrd. Euro teuren 18 Eurofighter rund 400 Firmen involviert seien.

In Richtung SPÖ sagte der Minister, die Sozialdemokraten hätten sich bei einer Koalitionsverhandlungsrunde klar zur Luftraumüberwachung bekannt, jedoch keine Alternativen zu den Eurofightern genannt.

"Ökonomischer Schildbürgerstreich"
Die Ausstiegskosten von mindestens 1,2 Mrd. Euro "für nichts" bezeichnete Platter in der Pressekonferenz als "ökonomischen Schildbürgerstreich". Aus seiner Sicht ist in dieser Frage jetzt die SPÖ am Zug.

Ein Eurofighter-Ausstieg würde bedeuten, dass es keine Luftraumüberwachung und keine Alternativen gebe, dafür einen Ansehensverlust für die Republik Österreich, so Platter.


Quelle: ORF-Online, 06. November 2006, Stand 18:51 Uhr

Zum Thema "Anzahl" sagt GMjr. Wolf:

Luftwaffenchef erläutert Vorteile
Luft-Kommandant Wolf: 18 Eurofighter reichen gerade.Der Kommandant der österreichischen Luftstreitkräfte, Generalmajor Erich Wolf, hat sich vehement für die Anschaffung der Eurofighter zur Luftraumüberwachung ausgesprochen.

Mit dem von der Regierung geplanten Kauf von 18 dieser Kampfjets "geht sich eine permanente Luftraumsicherung - wie man sie für Gipfeltreffen braucht - gerade noch aus. Da muss die Ausbildung allerdings bereits warten", erklärte Wolf in einem Interview mit der Tageszeitung "Kurier" (Montag-Ausgabe).

Eurofighter mit größerer Steigleistung
Wolf illustrierte dabei auch die Fähigkeiten des Eurofighters anhand eines Vergleichs mit anderen Flugzeugen. Wenn der Eurofighter vom Boden auf 10.000 Meter gestiegen sei, "ist der Gripen auf etwa 6.600 Meter und der Draken auf etwa 3.500 Meter".

Wolf: "Für eine optimale Luftraumüberwachung brauchen wir ein Gerät, das mit unglaublicher Geschwindigkeit am Objekt ist. Das wird der Eurofighter auch noch in 30 bis 50 Jahren können."

3.000 Flugzeuge müssen überwacht werden
Der Luftwaffenkommandant erläuterte die derzeitige Situation bei der Luftraumüberwachung. Täglich würden in Österreich rund 3.000 Flugzeuge landen oder queren. Werde ein Flugzeug von der Bodenkontrolle nicht identifiziert und antworte es über Funk auch nicht, "wissen wir nicht, was das ist. Das kann ein Verkehrsflugzeug sein, ein Kampfflugzeug - oder eben Terroristen."

"In sieben Minuten in der Luft"
"Wenn sich so ein Flugzeug Österreich nähert, sind wir in sieben Minuten mit einer Rotte (zwei Jets, Anm.) in der Luft. Das passiert rund 150 Mal pro Jahr", sagte Wolf.

Als Israels Präsident Mosche Katzav in Österreich war, gab es eine brenzlige Situation, man musste erstmals fast einen Warnschuss abgeben. "Eine Privatmaschine hat die Flugroute gekreuzt, wurde abgefangen und hat zuerst nicht auf uns reagiert", so der Generalmajor.


Quelle: ORF-Online, 06. November 2006, Stand 18:53 Uhr

18 Flugzeuge an sich sind sehr knapp bemessen, vergleicht man es mit der wesentlich kleineren Schweiz, die - im Gegensatz zu Österreich - den Auftrag, ihre Neutralität bewaffnet zu schützen, zu überwachen und ggf. zu verteidigen wirklich ernst nimmt. Ein großes Manko ist auch, dass wieder keine Doppelsitzer für das Pilotentraining angschafft werden ... :(
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Post by LOWA » 8. Nov 2006, 16:32

Platter: Eurofighter bedeutet Sicherheit für Österreich=
Ausstieg wäre ökonomischer Schildbürgerstreich****


"Für alle Bundeskanzler - Kreisky, Sinowatz, Vranitzky, Klima und Schüssel - ist klar gewesen, dass wir Luftraum-Überwachungsflugzeuge brauchen", sagte heute, Montag, Verteidigungsminister Günther Platter bei einer Pressekonferenz im Verteidigungsministerium. Daher hätten der damalige Bundeskanzler Viktor Klima und Wolfgang Schüssel 1999 die Nachbeschaffung von Flugzeugen außer Streit gestellt. "Bei der Verhandlungsrunde am 24. Oktober 2006 hat es zwar ein Bekenntnis der SPÖ zur Luftraumüberwachung gegeben, aber die SPÖ konnte keine Alternative zum Eurofighter präsentieren."

"Eine effektive Luftraumüberwachung ist für das neutrale Österreich unbestritten notwendig", hob Platter hervor. "Mehrere Verfassungsjuristen haben wiederholt darauf hingewiesen", so Platter. So habe der ehemalige Präsident des Verfassungsgerichtshofes, Ludwig Adamovich, betont, dass sich auch aus dem Neutralitätsgesetz die Notwendigkeit der Luftraumüberwachung ergebe.

"Ein allfälliger Ausstieg aus dem Kaufvertrag wäre ein ökonomischer Schildbürgerstreich", betonte Platter. "Das würde mindestens 1,2 Milliarden Euro kosten", verwies der Verteidigungsminister auf ein Schreiben der Eurofighter GmbH. Darin wird festgestellt, dass die Eurofighter GmbH Leistungen bereits in großem Umfang erbracht habe. Die 1,2 Milliarden wären Mindestkosten und beruhen auf einer "vorläufigen Einschätzung". Der Verteidigungsminister wies darauf hin, dass rund 400 Unternehmen durch Subaufträge betroffen wären.

"Ein allfälliger Ausstieg bedeutet 1,2 Milliarden für Nichts, keine Luftraumüberwachung in Österreich und einen enormen Ansehensverlust unseres Landes", sagte Platter. "Die Eurofighter-Beschaffung ist das Richtige für die Sicherheit in Österreich. Wir haben ein klares sicherheitspolitisches Konzept", so der Minister. "Sicherheitspolitik eignet sich nicht für einen Kuhhandel."

"Mein klares Bekenntnis zur Luftraumüberwachung gilt, denn es gibt dafür keine Alternative", so Platter. "Wir haben uns bewusst für ein zukunftsorientiertes, europäisches Produkt entschieden. Damit ist auch die Sicherheit unserer Piloten gewährleistet." Jetzt liege der Ball bei der SPÖ. Sie müsse sagen, wie sie sich den nächsten Schritt vorstelle.


Quelle: Presseaussendung des Verteidigungsminister Platter
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Post by Kingair » 9. Nov 2006, 19:17

So ist es lieber Patrick - die fehlende Doppelsitzer sind ein echter Manko - dieser FEhler wurde auch schon beim Draken gemacht - aber der Schwachsinn und Doppelmoral in der Landesverteidigung ist in der Politiker-DNA in A - leider vorhanden und dies seit 1955 - zum kotzen..

Die Schweiz hat 100 Maschinen, Belgien 60, Finnland 80 und bei uns bricht der Notstand aus wegen 18 Flieger - am liebsten würde ich auswanderen ... :mg:
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Post by maxmobil » 9. Nov 2006, 22:15

Das Gespräch mit meinem heutigen Copiloten - einem ehemaligen Saab 105-Piloten beim Bundesheer- hat mich wieder in meiner Haltung bestätigt; auch er (sicher kein Bundesheergegner) findet die Eurofighter das "Unnötigste was es gibt".

Und die Rechtfertigungsversuche unseres Verteidigungsministers (Nomen est Omen): PLATTER geht es wohl nimmer.. Erst JETZT fängt er an nachzuforschen wieviel ein Ausstieg kosten würde?
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Post by LOWA » 10. Nov 2006, 10:59

Platter verneint Möglichkeit nicht

Während die große Koalition an den Eurofightern zu scheitern droht, nennt der "Standard" ein weiteres Ausstiegsszenario: Saudi-Arabien könnte statt Österreich in den Vertrag einsteigen. Die Saudis sangen unlängst bei einem österreichischen Staatsbesuch Lobeshymnen auf die Eurofighter und wollen selbst den Jet anschaffen. Verteidigungsminister Platter (ÖVP) verneint die grundsätzliche Möglichkeit nicht, hält ein solches Szenario aber für "unrealistisch".

Saudi-Arabien begeistert von Eurofightern
Laut Platter sind Um- oder Ausstiegskosten in jedem Fall zu hoch.Die große Koalition droht momentan an der Anschaffung der Eurofighter zu scheitern. Auf Initiative der SPÖ wurde ein Eurofighter-Untersuchungsausschuss eingesetzt.

Laut Verteidigungsminister Günther Platter (ÖVP) würde ein Ausstieg aus den Verträgen mit EADS mehr als die Hälfte der Anschaffung der Flieger kosten. Nun nennt der "Standard" (Freitag-Ausgabe) ein neues Ausstiegsszenario.

Saudi-Arabien potenzieller Käufer?
Es gebe Überlegungen, heißt es, "dass Österreich aus dem Eurofighter-Geschäft herauskäme, wenn es ihn weiterkauft - Saudi-Arabien beschafft gerade ein paar Dutzend Eurofighter und würde wohl auch unsere 18 akzeptieren".

Platter: "Unrealistisch"
Platter verneint die prinzipielle Möglichkeit im "Standard"-Interview nicht, nennt ein solches Szenario aber "unrealistisch".

Faktum sei: "Zur Wahrung der Souveränität braucht Österreich eine Luftraumüberwachung - und es müsste dafür andere Flugzeuge beschaffen. Inklusive einer neuen Zwischenlösung, weil die mit den Schweizer F-5 ja ausläuft. Es würde jede Variante teurer als die mit dem Eurofighter."

Saudische "Lobeshymne" auf Eurofighter
Im März dieses Jahres war Platter in Riad bei Kronprinz Sultan bin Abdelasis zu Besuch. Dort wurde ihm der Umfang des saudischen Flugzeugauftrags mitgeteilt: 72 Maschinen dieses Typs hat Riad beim Hersteller in Deutschland geordert. Der Kronprinz sang "eine Lobeshymne auf den Eurofighter", so Platter damals auf dem Rückflug nach Wien zur APA.

Kronprinz Sultan, zugleich Verteidigungsminister des Golf-Königreichs, habe vom Eurofighter geradezu "geschwärmt", meinte Platter - wegen der enormen Steigleistung, der unschlagbaren Kurvenradien, der weit fortgeschrittenen Technik, der exzellenten Sicherheitsvorkehrungen.

Das europäische High-Tech-Produkt sei leicht zu fliegen - was übrigens auch ein hoher US-General eingeräumt habe.



Quelle: ORF-Online, 10. November 2006, Stand 11:00 Uhr
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Post by kayjay » 13. Nov 2006, 15:31

maxmobil wrote:
Und die Rechtfertigungsversuche unseres Verteidigungsministers (Nomen est Omen): PLATTER geht es wohl nimmer.. Erst JETZT fängt er an nachzuforschen wieviel ein Ausstieg kosten würde?
Jedes Schulkind fragt beim Handykaufen nach wie die Vertragsbindung aussieht, aber bei einem Milliardendeal stellen sich unsere Politiker noch depperter als sie sind?



die vertragsbedingungen sind ja bekannt, platter hat ja nach diesen die kosten angefragt

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Post by z142 » 15. Nov 2006, 17:43

Wieso hätte er vorher fragen sollen? Die Notwendigkeit bestand ja nicht. Nur weil sich jetzt die überdrüberwichtigen Politiker von Rot/Grün/Blau es wissen wollten...

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Post by maxmobil » 15. Nov 2006, 17:49

z142 wrote:Wieso hätte er vorher fragen sollen? Die Notwendigkeit bestand ja nicht.


Wie bitte?
:?: :?:
Genau, wenn Du einen Mietvertrag abschließt oder ein Auto kaufst - wieso sollst Du da nach der Kündigungsfrist oder Stornogebühren fragen? Die Notwendigkeit besteht ja nicht, weil Du das Auto/die Wohnung ja HABEN willst.
Und wenn die paar Eurofighter ja eh so billig sind da werden wir doch nicht extra diesen Punkt ansprechen wollen bei den Provisio.. äh.. Vertragsverhandlungen! ;-)
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Post by z142 » 15. Nov 2006, 18:34

Ansprechen ja, nur jetzt wurde eben die Anfrage gestellt, was ein Ausstieg jetzt zu diesem heutigen Zeitpunkt kosten würde.
Warum sollte man da vorher fragen?
Die einzelnen Punkte eines Stornos wurden ja in dem Vertrag verfasst.

Aber diese Vergleiche mit Autos und Häusern werden ja immer besser.

Ich möchte ja nur wissen, wo die Stornogebühren bei den Draken und Saab 105 abgehandelt wurden und wie das die Roten gemacht hätten/haben.

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Post by maxmobil » 15. Nov 2006, 18:48

z142 wrote:Ich möchte ja nur wissen, wo die Stornogebühren bei den Draken und Saab 105 abgehandelt wurden und wie das die Roten gemacht hätten/haben.


Bei den Draken war es ja einfach weil es anscheinend keine Alternative zu den Preisen gab als die Oldies, außerdem hat Hr. Drescher die 5% eh verteilt, im Gegensatz zum KarlHeinz, der will das Geld für sich! :-)
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Post by z142 » 15. Nov 2006, 19:30

Schön, da gabs keine Alternativen, da musste man sich eben eine Type aussuchen, und die Wahl viel auf Saab.
Nur, das KHG das Geld ned verteilt, dafür kann weder EADS noch der EF was dafür. Hätte er beim Gripen sicherlich auch nicht gemacht.

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Post by maxmobil » 15. Nov 2006, 19:50

z142 wrote:Schön, da gabs keine Alternativen,


Eben. JETZT gab es ja Alternativen, und KEINE zu kaufen war auch eine davon. Mit der Meinung stehe ich nicht alleine da, sogar ein mir bekannter Saab-105-Pilot ist derselben Meinung.
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Post by LOWA » 15. Nov 2006, 19:54

Ein überschallschnelles "Jagdflugzeug" , wobei es reiner Jäger heutzutage gar nicht mehr gibt, ist unabdingbare Voraussetzung zur LRÜ und LR-Sicherung. Dieses Theater, das in Österreich gemacht wird, verstehe ich nicht. Das gibt's norgendwo sonst auf der Welt. Belgien, die Schweiz, die Niederlande - seht Euch doch mal deren Luftwaffen an ...
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Post by z142 » 15. Nov 2006, 20:06

maxmobil wrote:
z142 wrote:Schön, da gabs keine Alternativen,


Eben. JETZT gab es ja Alternativen, und KEINE zu kaufen war auch eine davon. Mit der Meinung stehe ich nicht alleine da, sogar ein mir bekannter Saab-105-Pilot ist derselben Meinung.


Also stellst Du die Flieger als solches in Frage, wurst welcher Hersteller sie verscherbelt?
Die Gründe des 105er Piloten möchte ich ja wissen, warum der EF so ein unnötiges Klumpert ist, weil wieviel Infos hat gerade er mehr als die anderen Draken Rider die auf den EF umsteigen werden?

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Post by maxmobil » 15. Nov 2006, 20:16

z142 wrote:Also stellst Du die Flieger als solches in Frage, wurst welcher Hersteller sie verscherbelt?
Die Gründe des 105er Piloten möchte ich ja wissen, warum der EF so ein unnötiges Klumpert ist, weil wieviel Infos hat gerade er mehr als die anderen Draken Rider die auf den EF umsteigen werden?


Irrtum, ich stelle nicht die Flieger in Frage, sondern ich stelle DIESE Flieger für ÖSTERREICH in Frage. Sie mögen für andere Nationen/Geographische/Politische Situationen ihre Berechtigung haben, aber für Österreich sind sie überflüssig. Soll ich eine Air Berlin-737 damit abschießen weil er Wien Radar nicht ruft?

Die Meinung des 105-Piloten war auch dahingehend daß er sagte "WENN schon Abfangjäger dann in ausreichender Stückzahl", er sprach von 80 Stück.

Wenn Du Dir Östereich ansiehst und die geplanten Stationierungsorte dann fällt Dir sicher auf daß zB in Westöstereich "nix passieren darf"..

Und die beiden Krisen Jugoslawien mit MIG 21 über Graz und Kroatien/MIG Landung in Klagenfurt sind immer wieder der Aufhänger der Befürworter. Aber was haben die Draken dabei gebracht? Gar nix, weil viel zu spät gekommen.

Die Draken-Rider die auf EF umschulen haben ja wohl weder Wahl noch Mitspracherecht.
Wenn mir die AUA eine Tupolew hinstellt kann ich sie auch nicht ablehnen, entweder fliegen oder raus-fliegen.
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Post by z142 » 15. Nov 2006, 20:26

Also Du bist Dir aber auch nicht ganz einig was Du willst.
Sicherlich wären anderen Flugzeugtypen für den Job geeignet. Nur die Entscheidung ist gefallen, Punkt.
Ausserdem, was wäre dann Deiner Meinung nach der Flieger für unsere Zwecke?
Wer redet von abschießen? Hätten die Draken bisher machen können und die F-5 jetzt auch, das würde jede Alternative zsammbringen.

Das die Stückzahl von damals 24 auf 18 reduziert wurde war sowieso Schwachsinn hoch 3.
Aber 80? Bitte, wenn sich die Leute schon wegen mikriger 18 Flugzeugen so anscheißt, wir werden am Hungertuche nagen usw., dann erklär mir bitte oder soll uns der 105er Pilot erklären wie er das der Bevölkerung erklären will?

Die Jugo-Krise, das ist aber auch eine Frage der Politik, wennst eine geeignete Ausrüstung hast, kannst Du die von Dir verlangten Dinge sicherstellen. Wenn Du den Airbus nur mit der Notinstrumentierung zu Verfügung hast, kannst auch ned IFR fliegen mit der Gurke oder?

Weiters, stellst Du die Stationierungen in Frage. Da kommen wir wiederum zu dem Punkt Bevölkerung zurück. Was glaubst Du würde diese Dich steinigen wennst ihnen sagst, wir bauen in INN und LNZ einen Stützpunkt für die Flieger hin.

Sicher hätte die Draken-Rider keine andere Möglichkeit, nur kann ich mir nicht ganz vorstellen das sie so deprimiert sind weil sie auf dem Typhoon fliegen "müssen".

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Post by maxmobil » 15. Nov 2006, 20:36

z142 wrote:Also Du bist Dir aber auch nicht ganz einig was Du willst.
Sicherlich wären anderen Flugzeugtypen für den Job geeignet. Nur die Entscheidung ist gefallen, Punkt.
Ausserdem, was wäre dann Deiner Meinung nach der Flieger für unsere Zwecke?
Wer redet von abschießen? Hätten die Draken bisher machen können und die F-5 jetzt auch, das würde jede Alternative zsammbringen.

Das die Stückzahl von damals 24 auf 18 reduziert wurde war sowieso Schwachsinn hoch 3.
Aber 80? Bitte, wenn sich die Leute schon wegen mikriger 18 Flugzeugen so anscheißt, wir werden am Hungertuche nagen usw., dann erklär mir bitte oder soll uns der 105er Pilot erklären wie er das der Bevölkerung erklären will?

Die Jugo-Krise, das ist aber auch eine Frage der Politik, wennst eine geeignete Ausrüstung hast, kannst Du die von Dir verlangten Dinge sicherstellen. Wenn Du den Airbus nur mit der Notinstrumentierung zu Verfügung hast, kannst auch ned IFR fliegen mit der Gurke oder?

Weiters, stellst Du die Stationierungen in Frage. Da kommen wir wiederum zu dem Punkt Bevölkerung zurück. Was glaubst Du würde diese Dich steinigen wennst ihnen sagst, wir bauen in INN und LNZ einen Stützpunkt für die Flieger hin.


Du mußt schon genau lesen wenn Du mir "Uneinigkeit" vorhalten willst ;-)
Ich habe immer geschrieben daß ich für Österreich ÜBERHAUPT keine Abfangjäger als sinnvoll erachte. Und der 105-Pilot (er heißt Peter) ist der Meinung WENN schon Abfangjäger dann ausreichend viel, und da das eben nicht geht brauchen wir sie GAR nicht.
Stationierung: WENN Österreich derart exponiert / gefährdet wäre daß wir AJ BRÄUCHTEN dann würde das auch in der Bevölkerung einen Rückhalt begründen und man könnte sehr wohl AJ stationieren, auch in INN zB. Dann würde man auch in Vorarlberg und im Burgenland eine Luftwaffenbasis bauen können. So ist es aber eben nicht.

DER Flieger für unsere Zwecke? Für Hilfseinsätze und Transporte Blackhawk,Transportflieger, Hubschrauber auch für Grenzsicherung.
etc. Aber keinen Prestigefighter.

Notinstrumentierung? Ja, im Notfall fliegen wir auch mit DER IFR.
Aber wir fliegen nicht 2 MiG 21 HINTERHER und drehen eine Runde über Graz und rechtfertigen so den Kauf von Fightern.. ;-)

Interceptieren bedeutet nicht unbedingt hinterherfliegen oder zuspätkommen ..
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Post by z142 » 15. Nov 2006, 20:46

Ok, scheine ich wohl falsch interpretiert zu haben Deine Aussagen :wink:
Der Peter hat schon soweit recht.
Nur, kannst Du mir erklären wozu dann die Schweiz soviele Flieger hat? Oder meinst auch, die sollten wir bekehren und ihnen die Flieger ausreden *ggg*

Aber eines wäre schon interessant zu wissen:

Ein gewisser Grünpolitiker und Berufsaufdecker wollte mal wissen wieviel Flieger, mit welchen Kennzeichen und sogar den Inhalt dieser Flieger wissen, die über Österreich im Auftrag der CIA geflogen sind.
Hmm, wie macht man sowas, wenn genau dieser Politiker gegen Flugzeuge ist, die zumindest einen Teil dieser Fragen beantworten können?
Achja, er ist ja Vorsitzender im EF-U-Ausschuss...

Ich finde, diese Sache wir zu sehr politisiert. Mich würde auf alle Fälle interessieren wenn es eine SPÖ dominierte Regierung genauso mit dem Gripen gemacht hätte, ob es da auch zu solch einer aufgeputschten Stimmung gekommen wäre.

Für Hilfseinsätze haben wir auch nicht unbedingt das Beste erhalten. Das die Engines der C-130 anstatt der 1000 h TBO nur an die 400 halten ist nur ein Teil.
Erklär aber wiederum so einen Kauf der Opposition die einen Blackhawk als Kampfhubschrauber sieht und neue Transporter nur als Mittel zum Zweck für einen NATO Beitritt gesehen hätte.

Wenn Du den Rückhalt der Bevölkerung nicht hast/haben kannst, da diese Thematik von der Politik so in die Länge und auch ins Lächerliche gezogen wird, dabei die Bevölkerung völlig verblödet wird, was willst Du Dir da noch erwarten?

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Post by maxmobil » 16. Nov 2006, 08:48

z142 wrote:Ein gewisser Grünpolitiker und Berufsaufdecker wollte mal wissen wieviel Flieger, mit welchen Kennzeichen und sogar den Inhalt dieser Flieger wissen, die über Österreich im Auftrag der CIA geflogen sind.
Hmm, wie macht man sowas, wenn genau dieser Politiker gegen Flugzeuge ist, die zumindest einen Teil dieser Fragen beantworten können?


Du sagst es: Nur für einen TEIL dieser Fragen könnte man einen EF brauchen, einen Großteil der Antworten erhält man auch durch moderne Kommunikationsmittel. Sogar Spotterforen sind da ganz gute Fotolieferanten (und die kosten keine Milliarden).

Das letzte sinnlose Beispiel für die "Sinnhaftigkeit" von AJ: Die KLM in Tschechien, die "gottseidank" von zwei Fightern die Bestätigung erhielt daß ihr Cargo Dorr geschlossen war. Das hätte ihnen eine andere 737 genauso sagen können (und ein bissl nachdenken, schauen und hören auch..).

Ich mag die interessante Diskussion aber nicht bis nach Weihnachten ausdehnen; ich bin einfach überzeugt davon daß wir andere Sorgen haben als die EF, und sei es um den schiefen (Bildungs-)Turm von Pisa ein wenig aufzurichten und wieder in die junge Generation zu investieren anstatt in windige Kompensationsgeschäfte mit EF.
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Post by z142 » 16. Nov 2006, 09:16

Nur wenn wir schon bei schönen Vergleichen sind, könnten wir doch die Polizei auch abschaffen oder?
Allen gehts soweit gut, nix passiert. Radarboxen brauchen wir auch ned weil jeder fährt ja nur die Geschwindigkeit die vorgeschrieben ist.

Aber die Formation mit der 737 hätte ich auch gerne gesehen *ggg*

Es sollte mal abgewartet werden, wir bekommen 4 Flieger nächstes Jahr, bis dahin wird der U-Ausschuss auch fertig sein, vielleicht. Wenn eine Regierung die Flieger ned haben will, sollen sie sie halt weiterverkaufen.
Nur was da das EF Konsortium dazu sagt, bleibt auch offen. Weil einfach so weiterverkaufen ist ja auch nicht.

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